| Es
geht um das, was sich hinter der Fassade verbirgt |
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| Auf den
großformatigen Fotografien von Michael H. Rohde sind nur Hausfassaden
in grellen Farben zu sehen, |
| ein Stück
Straße, ein klar abgegrenzter Horizont, dahinter nichts. Weiß. Irritierend,
wie die Perspektive, in der |
| die grellen
Häuser, die Straße, das Nichts scheinbar aufgenommen worden sind. Dabei
liegt das Geheimnis der |
| Bilder
nicht in der Technik des Fotografierens, sondern in der anschließenden
Bearbeitung am Computer. Zwei |
| volleTage
könne es schon mal dauern, so der Künstler, bis so eine Hausfassadeeingefärbt,der
Himmel entfernt |
| sei. Mit
verblüffendem Ergebnis. Denn Rohde retuschiert nicht einfach das ganze
Bild. Er vernichtet den |
| Himmel und
alles was nicht mehr neu, abgeblättert, vollgemüllt oder unansehnlich
war. Daneben, dahinter |
| oder auch
nur in einerkleinen Ecke auf der anderen Seite, lässt er die Anzeichen
des Verfalls unberührt oder |
| verstärkt
sie gar noch. Sohebt er hervor,worum es ihm geht: Um das, was hinter der
Fassade steckt. Das |
| kann übrigens
manchmal überraschend ästhetisch sein, wie der Müll auf der Reeperbahn
morgens um sechs, |
| wenn ein
ganzbestimmtesLicht die regennassen Straßen in sanfte Farben taucht -
oder wenn Rohde an |
| seinem Computer
gesessen hat. |
| Kirsten
Schmidt, Hamburger Morgenpost 01./02. Juni 2002 Seite 32/33
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